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Clevere Kombination von Automotive SPICE®-Assessments und funktionalen Safety-Audits

Das Wichtigste auf einen Blick:

Übersicht

Sowohl Automotive SPICE® als auch die Entwicklung nach ISO 26262 benötigen zahlreiche Evaluierungsmethoden und Aktivitäten. Für ein genaueres Verständnis der Kombination beleuchten wir in diesem Beitrag folgende Themen:

  1. Überlappungen zwischen Automotive SPICE®-Assessments und Safety-Audits
  2. Möglichkeiten, Automotive SPICE®-Assessments und Safety-Audits zu kombinieren
  3. Durchführung einer kombinierten Evaluierung.
Was sind Safety-Assessments?

Safety-Assessments können beliebig oft im Projektprozess durchgeführt werden (funktionales Sicherheitskonzept, Systemdesign, usw.). Sie sind erst am Ende des Projekts nach Vorliegen aller Evidenzen abgeschlossen. Für das Safety-Assessment braucht der Assessor ein tiefes technisches Verständnis des Produkts, um die Angemessenheit der im Produkt implementierten Sicherheitsmaßnahmen beurteilen zu können. Zudem muss er die Korrektheit der durchgeführten Sicherheitsanalysen, wie FMEDA oder FTA, bewerten. 

Safety-Assessments verfolgen ein anderes Ziel als Automotive SPICE®-Assessments. Daher bietet es sich an, diese nicht per se zusammenzulegen, sondern die Synergien zwischen den Automotive SPICE®-Assessments und Safety-Audits zu betrachten und anzuwenden. Dadurch lässt sich ein erheblicher Mehraufwand vermeiden, da beide einzeln sehr viel Zeit in Anspruch nehmen.

Wie lassen sich Automotive SPICE®-Assessments und funktionale Safety-Audits miteinander kombinieren?

Safety-Audits und Automotive SPICE®-Assessments erfordern einen großen Aufwand. Deshalb ist es ratsam, beide Modelle sinnvoll miteinander zu verknüpfen, sodass keine überflüssigen Überlappungen entstehen. Das vermeidet einen erheblichen Mehraufwand.

Im kombinierten Ansatz werden zuerst die Automotive SPICE®-Anforderungen sowie die ISO-26262-Anforderungen untersucht. Beide besitzen eine große Überlappung mit Automotive SPICE®. Durch die Kombination beider Modelle werden in der Evaluation sowohl Automotive SPICE®-Anforderungen als auch ISO-26262-Anforderungen betrachtet – und so die vorhandenen Synergien optimal berücksichtigt. Zudem werden die zusätzlichen Prozess- und Methodenanforderungen der ISO 26262 durch FS-spezifische Fragen überprüft. 

Teamzusammensetzung und Modellergänzungen

Auch weitere Aspekte wie die Teamzusammensetzung und Modellergänzung gilt es bei der Verknüpfung von Automotive SPICE®-Assessments und Safety-Audits zu berücksichtigen, um eine Kombination der beiden effektiv und effizient durchführen zu können.

Im Assessment-Team sollten daher auch FS-Experten vertreten sein. Wobei ein Teammitglied die Rolle des Safety-Auditors übernimmt – dabei sind in jedem Fall dringend die Anforderungen der ISO 26262 bezüglich der Unabhängigkeit des Auditors zu beachten. Die Überprüfung sollte zusätzlich über einen längeren Zeitraum vom gleichen Team übernommen werden.

Da die Evaluierung stets einen großen Aufwand erfordert, ist eine gute Planung der zeitlichen Reihenfolge und der Abhängigkeiten sinnvoll. Aber auch Analysen, Verifikationsmethoden, Tests und Prozessaudits sowie Validierungen nehmen Zeit in Anspruch – jedoch in der Kombination weniger als ohne eine Verknüpfung von Automotive SPICE®-Assessments und Safety-Audits.

Automotive SPICE®-Assessments und Safety-Audits haben sich bewährt

Alles in allem hat sich in der Praxis durch die Überlappung der beiden Modelle hinsichtlich der Prozessanforderungen eine intelligente Verknüpfung von Automotive SPICE®-Assessments und Safety-Audits bewährt. Einerseits wird an Zeit und Kosten gespart. Und andererseits am enormen Arbeitsaufwand. Das bedeutet:  Vorteile fürs Unternehmen und den Kunden. Ein noch größerer Nutzen kann durch eine gute Planung und Abstimmung aller erforderlichen Evaluierungsmethoden erzielt werden.

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